Schulkonzept

Die Grundschule ist eine „Schule für alle Kinder“: Die Kinder lernen mit den unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen, unterschiedlicher sozialer Herkunft, Nationalität, Religionszugehörigkeit sowie mit Unterstütungsbedarf miteinander, voneinander und füreinander. Durch die veränderten Lebensbedingungen von Kindern in unserer heutigen Gesellschaft kann Schule nicht mehr die Schule sein, die Sie als Kind kennengelernt haben.

Die Katharina-von-Bora-Schule bereitet Ihre Kinder auf die vielfältigen Anforderungen vor:

  •     mehr Selbstständigkeit im Lernprozess
  •     mehr projektorientiertes Lernen
  •     mehr Rituale
  •     mehr Schulkultur und Gemeinschaftssinn
  •     klare Rhythmen von Tag, Woche und Jahr
  •     mehr beurteilungsfreie Räume
  •     stärkere Betonung der Unterschiedlichkeit der Kinder


Dies versuchen wir im täglichen Unterricht unseren Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen.

Zur Zeit werden die Kinder im evangelischen Teilstandort in sieben Klassen unterrichtet (1a+b, 2a, 3a+b, 4a+b), im katholischen Teilstandort haben wir fünf jahrgangsübergreifende Lerngruppen mit Kindern der Jahrgänge 1-4 (Lerngruppe A-E).

Sie können Ihr Kind unabhängig von der Konfession bei uns anmelden.


„Beim Lernen im jahrgangsbezogenen Unterricht bildet die jahrgangsbezogene Klasse die feste Bezugsgruppe für die Kinder. Zum Unterricht, der sich an die gesamte Klasse richtet, gehören neben der gemeinsamen Erarbeitung von Lerninhalten auch Phasen des selbstständigen Lernens mit differenzierten Anforderungen.“ (https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Schulformen/Grundschule/Von-A-bis-Z/Jahrgangsbezogener-Unterricht/index.html)

In jeder jahrgangsbezogenen Klasse befindet sich ein sehr heterogenes Leistungs- und Entwicklungsspektrum, dem durch offene Unterrichtsformen und individuelle Förderung entsprochen wird. Zudem können die Kinder in regelmäßigen Unterrichtsgesprächen durch Erzählen, Argumentieren und Diskutieren ihre Sprachkompetenz weiterentwickeln.

In den jahrgangsübergreifenden Lerngruppen lernen unsere Kinder gemeinsam, voneinander und miteinander. Jeder, ob groß oder klein, kann sich seinen Fähigkeiten gemäß entwickeln und mit Freude lernen. Durch das gemeinsame Lernen und Arbeiten sind die Sozialkompetenzen und die Selbstständigkeit der Kinder besonders ausgebildet. Unsere Schulneulinge werden in eine bestehende Gemeinschaft aufgenommen. Die älteren Kinder freuen sich auf die „Kleinen“ und erleichtern ihnen als Paten den Einstieg ins Schulleben. Regeln und Rituale werden schnell übernommen, da sie in der Lerngruppe vorgelebt werden.

Die Lehrkräfte nehmen die Rolle des Lernbegleiters an: Jeder wird individuell begleitet und gefördert. Das Lerntempo jedes einzelnen Kindes wird so angepasst, dass keiner über- oder unterfordert wird. Somit ist die Lernatmosphäre sehr entspannt, und ein effektives Lernen wird gefördert.

Da jede Lerngruppe altersgemischt ist, gibt es kein Sitzenbleiben oder Überspringen, bei der ein Kind die Klasse wechseln muss. Alle bleiben während der gesamten Grundschulzeit in ihrer Lerngruppe und sind somit immer Teil der Klassengemeinschaft. Schnelle Kinder können die Ziele der Grundschule in drei Jahren erreichen, während langsamere Kinder oder Kinder mit besonderem Förderbedarf auch fünf Jahre lang gefördert werden können.

 

Einführung „Flexible Schuleingangsphase“ ab dem Schuljahr 2020/21  (evangelischer Teilstandort, ehemals Martin-Luther-Schule)

Mit Beginn des Schuljahres 2020/21 führt die Katharina-von-Bora-Schule im evangelischen Teilstandort, ehemals Martin-Luther-Schule, die flexible Schuleingangsphase, Klasse 1/2 ein.

Die zunehmend unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, mit denen die Schulanfänger zu uns in die Schule kommen, haben dazu geführt, dass wir uns in den letzten Jahren immer häufiger damit auseinandergesetzt haben, wie unser pädagogisches Konzept aussehen kann, um weiterhin allen Kindern gerecht werden zu können.

Nach vielen Gesprächen auch mit den Kindergärten und anderen Schulen haben wir für uns die logische Konsequenz gezogen, die darin besteht, die Schuleingangsphase so zu gestalten, dass die 1. und 2. Jahrgänge gemeinsam in einer Schuleingangslerngruppe 1/2 zusammengefasst werden.

So können wir auf die sehr heterogenen Leistungsmöglichkeiten der Kinder in besonderem Maße eingehen. Ziel ist es, jedem Kind die Möglichkeit zu geben, die Lerninhalte der Klassen 1 und 2 in seinem Tempo zu erarbeiten.

Kinder mit einer besonderen Begabung können direkt, ohne einen Klassenwechsel, an den Lerninhalten der Klasse 2 teilnehmen. Kinder, die längere Zeit brauchen, haben 3 Jahre Zeit, die Lerninhalte der ersten beiden Klassen zu bewältigen.

Bei besonderen Teilbegabungen in einzelnen Fächern können die Kinder problemlos am Lernstoff der höheren Lernstufe in der eigenen Lerngruppe mitarbeiten. Bei Lernschwierigkeiten haben die Kinder die Chance, in ihrem individuellen Tempo zu arbeiten und so in drei Jahren den Unterrichtsstoff zu bewerkstelligen.

Das jahrgangsübergreifende Lernen (JüL) von Klasse 1 bis 4 wird im katholischen Teilstandort, ehemals Freiherr-von Eichendorff-Schule, beibehalten. Es beinhaltet schon die flexible Schuleingangsphase.

Somit bieten wir den Eltern ab dem Schuljahr 2020/21 eine Wahlmöglichkeit an:

  • Flexible Schuleingangsphase in den Klassen 1 und 2 mit darauffolgenden, homogenen Klassen 3 und 4.
  • Jahrgangsübergreifendes Lernen (JÜL) von Klasse 1 bis 4 über die gesamte Grundschulzeit.

Am Dienstag, 17.09.2019 stellen wir Ihnen unser Konzept auf unserem Infoabend für die Schulneulinge 2020/21 vor. Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie an diesem Abend begrüßen dürfen. Weitere Informationen werden zeitnah veröffentlicht.